Der richtige Umgang mit dem Hund

Positiv bestärken - Sanft erziehen

Mit einem Lächeln geht vieles leichter:
Dinge die man gerne tut, gehen leichter von der Hand als lästige Pflichten. Darum steht im Hundetherapiezentrum Martina Mild lernen durch positive Verstärkung im Vordergrund. Wer seinen Hund liebt und schätzt möchte einen glücklichen und treuen Begleiter an seiner Seite, der Freude am Leben und seinen Platz in der Gruppe hat.

Wir verzichten komplett auf Zwang und Strafe:
Wir zeigen Ihnen einen Weg, wie Sie Ihren Hund zu einem in-sich-ruhenden und höflichen Sozialpartner ausbilden. Wir Menschen sind dafür zuständig unseren Hunden Ihre Aufgaben zu zeigen und so lange auf ihre Art und Weise zu erklären und zu üben bis sie es verstehen. Ein Hund steht für lebenslange Freundschaft und die gehört gepflegt um gemeinsam eine lange und erfüllte Zeit zu verbringen.

Fit für den Alltag lautet die Devise:
Wir stärken Ihre Beziehung zueinander.
Wir arbeiten an gutem Sozialverhalten gegenüber Mensch und Hund.
Wir helfen Ihnen den richtigen Kommunikationskanal zu finden.
Wir bereiten Sie auf die Prüfung des Lebens vor.

Das Motto für den Alltag lautet:
Ich kann meinen Hund so führen, dass er kein Ärgernis und/oder keine Gefahr für Mitmenschen und andere Hunde darstellt.

Nehmen Sie sich Zeit und bringen Sie Ihrem Hund bei, welches Verhalten Sie von ihm erwarten, statt ihm zu zeigen was Sie nicht möchten!


 

Clicker & Co - Motivation für den Hund

Was ist ein Clicker?
Der Click ist ein unverwechselbares Geräusch (Klicken) und gleichzeitig ein vorankündigendes Versprechen auf eine Belohnung (Leckerli). Mit diesem Click wird der exakte Augenblick des erwünschten Verhaltens, bei falscher Anwendung aber des unerwünschten Verhaltens markiert. Perfektes Timing ist Grundvoraussetzung!

Clickertraining - Spaß im Vordergrund:
Wenn das Erreichen von bestimmten Ausbildungszielen nicht im Vordergrund steht, ist das Clickertraining gut geeignet. Hier geht es unter anderem darum mit dem Hund einfach nur Spaß zu haben, mit ihm zu spielen und ihn so körperlich und geistig mehr auszulasten.

-Ein Hund im Haushalt ist für seine geistige Anregung auf uns angewiesen.
-Wenn der Hund sich selbst interessante Beschäftigungen sucht, nennen wir es meist "Unart" und verhindern diese.
-Als sozial lebendes Haustier will ein Hund mit uns zusammenarbeiten und gemeinsam mit uns interessante Dinge unternehmen.
-Das freudige Zusammenarbeiten stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter nachhaltig.

Beim Clickertraining geben wir unserem Hund außerdem auch öfters die Möglichkeit selbst die richtige Lösung zu finden. Zu Beginn wird ein clicker-ungeübter Hund wahrscheinlich verwirrt sein. Je öfter wir jedoch mit dem Hund und dem Clicker arbeiten, umso mehr werden wir bemerken, dass der Hund beginnt selbst Vorschläge und Lösungen anzubieten.


Was kann alles mit dem Clicker trainiert werden?
Alles wozu der Hund körperlich und geistig in der Lage ist:
Grundkommandos lernen, für jede Art von Wettbewerben trainieren, Leistungen im Showring optimieren, einfach nur lustige Tricks lernen, Schulung zum Partnerhund, konfrontationsloses Gehorsamkeitstraining


Einwände gegen das Arbeiten mit dem Clicker:
Manche vermuten, dass es "gefährlich" sei, wenn man den Hund mit Leckerlis belohnt, weil der Hund dann nur noch deswegen gehorchen würde. Man muss nicht besorgt sein, dass man zum "Futterautomaten" verkommen würde, denn mit der Zeit wird die Gabe der Clicks (und somit der Leckerlis) verringert. Ist ein Verhalten einmal eintrainiert, geht man zur variablen Verstärkung über und belohnt nur mehr unregelmäßig.

Man kann natürlich auch ein Streicheln oder ein Spiel als Belohnung einsetzen. Bei den meisten Hunden geht jedoch "die Liebe durch den Magen". Fressen gehört nun mal zu den existenziellen Lebensgrundlagen. Wenn man die Trainingsleckerlis bei der täglichen Futtergabe berücksichtigt (abzieht), ist daher nichts gegen Clicker-Training einzuwenden.

 

Arbeiten mit Leckerlis

Der Funktionskreis der Nahrungsaufnahme ist bei der Erziehung des Hundes besonders hervorzuheben. Wölfe verbringen die meiste Zeit des Tages ruhend. Ein gewisser Anteil ihrer Zeit entfällt auf Sozialkontakt und den Rest nimmt die Futtersuche inklusive Jagd und Fressen ein. Die dazu nötigen Verhaltensweisen sind überlebenswichtig und daher auch genetisch im Verhaltensrepertoire unserer Hunde noch immer fest verankert.

Futterbelohnung ist nichts Unmoralisches oder Gefährliches!
Wohlgenährte oder gar überfütterte Hunde sind jedoch kaum für ein Belohnungsleckerli empfänglich und der Halter verschenkt die Möglichkeit eine gute Motivationsgrundlage zu nutzen.

Belohnungsleckerlis sollten:
-Besonders attraktiv sein, also spezielle Leckerbissen, die der Hund absolut toll findet und die er sonst nicht erhält.

-In ganz kleine Stückchen zerteilt sein, so dass der Hund diese wenig kauen muss.

-Jederzeit griffbereit sein, um den Hund im richtigen Augenblick sofort belohnen zu können.

-Von der täglichen Futterration abgezogen werden.

Der sogennante "Jackpot" ist ein ganz besonderer Gewinn. Diesen kann man in der Anfangsphase einer Übung einbauen, um dem Hund zu zeigen, dass es sich lohnt weiterzumachen. Aber auch nach längeren Durststrecken des herum Probierens und Suchens wird ein Jackpot gegeben, damit keine Frustration aufkommt. Ein Jackpot bestärkt die längere Konzentration auf eine Lernaufgabe. Es können hier sowohl mehr Leckerlis als auch "bessere" Leckerlis gegeben werden.